Anregungen für eine nachhaltige Ökonomie – Professor Reinhard Pfriem im Interview #D2030

Die Zukunft beginnt jetzt #FutureHubs #D2030

Noch ein paar Anregungen für die Gestaltung einer neuen Ökonomie mit mehr demokratischer Beteiligung.

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Haben wir Netzdemokratie oder nicht eher Netzfeudalismus? #FutureHubs #D2030

Bildungsdesign

Die Geburt des wikipedianischen Autoritarismus aus dem Geiste des Konsensprinzips. Pars pro toto?

Quelle: Haben wir Netzdemokratie oder nicht eher Netzfeudalismus? #FutureHubs #D2030

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#vdav eprivacy-Richtlinie der EU realitätsfern und undurchführbar

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Die EU-Kommission hat am 10. Januar 2017 den Entwurf einer Richtlinie zum zukünftigen Umgang mit personenbezogenen Daten in der elektronischen Kommunikation vorgelegt – die eprivacy-Richtlinie vorgelegt.

„Mit Art. 15 des Entwurfs haben die Brüsseler Experten allerdings Regelungen formuliert, die nicht nur vollkommen an der Realität vorbeigehen, sondern auch schlicht undurchführbar sind“, so der Verband Deutscher Auskunfts- und Verzeichnismedien (vdav).

Informationspflichten über die Eintragungen in Kommunikationsverzeichnissen wie Telefonverzeichnissen sollen den Verlegern oder Auskunftsbetreibern auferlegt werden.

„Dass diese in der Regel keinen Kontakt zu den Personen haben, die dort gefunden werden möchten und schon aufgrund anderer datenschutzrechtlicher Vorschriften gar keinen Kontakt zu diesen aufnehmen dürfen, haben die Brüsseler schlicht übersehen“, kritisiert der vdav.

Würde Artikel 15 in der vorgelegten Form Rechtskraft erlangen, wäre dies nicht nur das Aus für Kommunikationsverzeichnisse mit den Kontaktdaten Privater wie Das Örtliche oder Das Telefonbuch, sondern auch für die Telefonauskunft. Dies nicht nur in Deutschland, sondern europaweit…

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Ideen für den Netzökonomie-Campus – also für die Käsekuchen-Diskurse #NEO167x

losung-neo17x

Vor ein paar Wochen hatten wir eine Ideen-Runde für die netzökonomischen Käsekuchen-Runden, die wir in nächster Zeit organisieren wollen.

Hier die Vorschläge von Wilhelm Unrau, die man unter die Bilanzierung des Staates zusammenfassen kann:

1. Die Rechnungslegung der öffentlichen Hand muss nach dem Bilanzprinzip erfolgen. Das schließt eine Art GuV insofern ein, als eine auf Investitionsprojekte bezogene Rentabilitätsbetrachtung erfolgen muss.

2. Investitionen generieren Renditen und tragen ihre Kosten. Insofern ist es nicht egal, wofür die öffentliche Hand Geld ausgibt. Es muss unterschieden werden zwischen konsumtiven und investiven Ausgaben.

3. Es gibt Bereiche, in die Private nicht (oder noch nicht) investieren: Infrastruktur, Grundlagenforschung, Bildung und allgemein Kunst Kultur Kommunikation (nicht Telefon). Investitionen in diesen Bereich sind vorzunehmen, auch bei existenter Staatsverschuldung. Die tatsächliche Rendite muss kontrolliert werden. Mischformen von privater und öffentlicher Investition sind zu prüfen, auch die Frage der rein privaten Finanzierung.

4. Eine Bilanz der öffentlichen Hand erst kann den tatsächlichen Verschuldungsgrad feststellen.

5. Wir leben in Zeiten eines großen Wandels vergleichbar dem des Überganges von der Agrar zur Industriegesellschaft. Őffentliche Investitionen sollen die Bereiche fördern, die in mittlerer Frist sinnstiftende Betätigungen bieten, deshalb Kunst, Kultur, Kommunikation, was auch ein Umdenken im Bildungswesen erfordert, weg vom Bologna-Modell, hin zur Förderung von Kreativität, Phantasie, Intelligenz – deutlich nicht nur in Mathematik und technischer Wissenschaft

So, das wären die entscheidenden Punkte für mich bzw die Themen, an denen ich arbeite.

vielleicht noch

6. Wertschöpfungsketten lassen sich auch im Bereich Kunst, Kultur und Kommunikation in Gang setzen. Schon heute arbeiten in der Kreativwirtschaft mehr Menschen in Deutschland als in der Automobilindustrie.

7. Um die Schnittstelle von Ökonomie und Politik deutlich zu machen, sollten wir wieder von der Politischen Ökonomie reden.

Soweit die Vorschläge von Wilhelm.

Von meiner Seite gab es ja eine Kolumne zur Ideen-Runde zum Thema: Wie gerecht ist die Netzökonomie?

Darüber denkt in der digitalen Technologieszene kaum einer nach. Umso mehr müsste sich die Wirtschaftswissenschaft mit diesen Fragen beschäftigen, fordert Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal-Instituts.

Die Ökonomik sollte etwas zu möglichen und wünschenswerten Szenarien in der Zukunft sagen. Sie muss wieder Möglichkeitswissenschaft werden: Wie könne eine Ökonomie aussehen, die die Produktivitäts­fortschritte der Informationswirtschaft für einen Wohlstand nutzt, der bei möglichst vielen Menschen ankommt?

„Sind Postwachstums­gesellschaften denkbar, die dennoch eine hohe Lebensqualität für zehn Milliarden Menschen innerhalb der planetaren Grenzen schaffen? Wie sehen Perspektiven für einen zeitgemäßen Kapitalismus aus? Ein solches Zielwissen ist normativ, die zugrunde liegenden Normen bedürfen der Explizierung und der Begründung“, so Schneidewind.

In der Wirtschaft geht es immer um Wertentscheidungen. Jeder ökonomische Formelkonstrukteur ist gefordert, seine Weltsicht zu erklären. Das gilt auch für jene, die auf Bühnen über die Notwendigkeit der Digitalisierung schwätzen, aber sich in Wirklichkeit hinter Begriffskaskaden verstecken. Die Keynote-Dauerredner sprechen von Digitaler Transformation, Digitalem Darwinismus (sozusagen die Donald Trump-Variante des Business-Darwinismus), Disruption oder Innovation, erläutern aber nicht, welche Programmatik dahinter steckt.

„Wenn wir wirklich eine inklusive, nachhaltige und verantwortliche Gesellschaft und Ökonomie wollen, müssen wir unsere Bilanzen und Logiken ändern. Ich halte das für fundamental. Was sind die grundlegenden Paradigmen und Theorien der Ökonomie? Die sind implizit normativ. Am Ende ist Digitalisierung kein Selbstzweck. Es gibt auch keinen Determinismus (die Anschauung, dass alle Ereignisse im Voraus festgelegt sind und es keinen freien Willen gibt, Anm. des Autors). Wir haben gestalterische Freiheiten. Wohin führen unsere Denkansätze?“, fragt sich Winfried Felser im Netzökonomie-Campus-Gespräch.

Dazu passt auch das Thema: Offene Demokratie-Diskurse mit Unternehmern und Managern? #PeterDrucker

Höchst spannend finde ich auch die Forschungsarbeiten zur Narrativen Ökonomie, die der Wirtschaftsnobelpreisträger Robert J. Shiller im Januar vorgetragen hat.

Christian Bartels schickte mir folgende Vorschläge:

1. Brian Solis: Build Platforms, Not Just Products
2. Startups – der Link zum Business
3. Bildung: Digitalisierung an Schulen und eine mögliche Unterstützung für die Lehrerschaft
4. CX: The Human on the Other Side of the Screen (Brian Solis)
5. Amazon Dash Button, Amazon Echo – Google Home, etc.: Auswirkungen im Retail, live@home, Datenschutz, etc.

Die anderen Teilnehmer könnten ja noch was zu Papier bringen und in eigenen Blogs oder auf Facebook publizieren. Ratschlag: Selbst die Initiative für den Käsekuchen-Diskurs übernehmen, ein Thesenpapier formulieren und mit uns einen Termin festlegen.

Die nächste Käsekuchen-Runde machen wir wieder in Bonn in meiner Bibliothek in der Ettighoffer Str. 26a, 53123 Bonn. Am Freitag, den 24. März, um 16 Uhr (Käsekuchen wird ab 15 verspeist, 16 Uhr startet der Livestream). Thema: Wie neureicher Vulgär-Kapitalismus die Netzökonomie beherrscht – Welchen Wertekanon streben wir in der Digitalisierung an?

Das passt zur politischen Ökonomie von Wilhelm Unrau und zu den Aussagen von Winfried Felser. Es passt auch zum Demokratie-Diskurs auf den Spuren von Peter Drucker.

Anmeldungen via Facebook-Eventseite.

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#MWC17 Unternehmen der Telekommunikation weiter in der Zwickmühle – Netzausbau ist teuer, Datengeschäft machen andere

www.ne-na.me

TK-Experte Roman Friedrich TK-Experte Roman Friedrich

Obwohl die Telekommunikationsunternehmen ihre Netze ständig auf- und nachrüsten, um das wachsende Datenvolumen transportieren zu können, gehen die Umsätze und Margen kontinuierlich zurück.

„Damit die Telekommunikationsbranche ihre Aufgaben weiter erfüllen kann, müssen sich die Unternehmen der Branche neu erfinden“, sagt Roman Friedrich, Experte beim Beratungsunternehmen AlixPartners, im Vorfeld des Mobile World Conference in Barcelona.

Dabei sei es nachrangig, welche und wie viele Mehrwert-Services sie zusätzlich anbieten. Zunächst gehe es um die „Restrukturierung“ und Digitalisierung ihres Kerngeschäftes – als Grundlage für mögliche weitere digitale Dienste.

Weltweit hat der Datenverkehr heute pro Sekunde ein Volumen von rund 25 Terabytes, also 25.000 Gigabytes. Bis 2020 wird das voraussichtlich auf 60 Terabytes anwachsen. Bei 25 Milliarden vernetzten Objekten im Internet der Dinge wären es jede Sekunde sogar 125 Terabytes. Pro Jahr steigt der Datenverkehr im Festnetz in den nächsten Jahren um 21 Prozent, bei den mobilen Daten sind es sogar…

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Offene Demokratie-Diskurse mit Unternehmern und Managern? #PeterDrucker

Ich sag mal

peter-drucker

„Chefs dürfen zur Politik nicht schweigen“, fordern Peter Paschek, Unternehmensberater und Dozent an der Technischen Universität München, und Winfried Weber, Professor für Management an der Hochschule Mannheim, in einem Gastbeitrag für die FAZ. Sie berufen sich auf den Management-Guru Peter Drucker (beide Autoren sind Gründungsmitglieder der Peter Drucker Society of Mannheim e.V.), der davon überzeugt war, dass

Zumindest heute würde die Erkenntnis wachsen, dass erhebliche Anstrengungen erforderlich sind, um den politischen Humanismus westlicher Prägung und den darauf basierenden demokratischen Rechtsstaat zu fördern, weiterzuentwickeln und gegebenenfalls zu verteidigen.

„Seine Institutionen sind gefährdet, da ihre Legitimität in Frage gestellt wird. Dieses nicht nur von politischen Gruppierungen, die heute unter dem Sammelbegriff Populisten kategorisiert werden. In Frage gestellt wird sie auch aufgrund ihrer eigenen Erstarrung. Es reicht nicht aus, die Besinnung auf die christlich-abendländischen Werte zu fordern, um dann zur Tagesordnung überzugehen. Werte sind geschichtlich gewordene Strebensziele, die zur Diskussion gestellt werden…

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Transkription (nicht nur) für Podcast-Produktionen – Speech-To-Text von #Auphonic ausprobiert #NEO17x

Ich sag mal

KäsekuchenAuf journalist.de hatte ich ja bereits berichtet über die diversen Dienste, die in diesem Jahr die Spracherkennung auf eine neues Niveau heben wollen. Besonders nützlich erscheinen mir dabei die Programme für die Verschriftung von Audio-Aufnahmen – etwa um Podcast-Folgen für Suchmaschinen besser aufarbeiten zu können. Auphonic hat da etwas Nettes gebastelt und bereits der Podcast-Community vorgestellt.

Nun habe ich einfach mal die Zusammenfassung unserer netzökonomischen Käsekuchen-Runde vom Wochenende über Speech-To-Text-Funktion von Auphonic laufen lassen.

Hier ist das nicht korrigierte Ergebnis – für ein Kostenlos-Tool ein gutes Ergebnis, mit dem man sehr schön weiter arbeiten kann. Es war ja ein Live-Hangout mit zehn Leuten in sehr unterschiedlicher Tonqualität.

Campus Ideen
2017
Transcript
[0:00] Ich bins mal wieder da ich sag mal Blogger Gunnar Sohn in einer größeren Runde haben wir uns bei einem live Hangout darüber Gedanken gemacht welche Themen dir,
in diesem Jahr beim Netto, schon Käsekuchen Discos belegen wollen…

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