Barcamps neu denken #nöccn15

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Einige Gedanken von Winfried Felser, um die Unkonferenz-Idee namens Barcamp weiterzuentwickeln. Man fährt zur Veranstaltung, hört mit anderen Teilnehmern von einem „Experten“ eine Frontal-Präsentation. Von der Einweg-Berieselung bleibt nicht viel übrig.

Was früher einmal ausreichte, ist im neuen Zeitalter ungeeignet. Barcamps als offene Formate mit freier Themenfindung und größer Interaktivität stellen hier schon eine wesentliche Innovation dar, weil sie sowohl von der Themenfindung als auch vom wirklichen Kompetenz-Transfer durch Interaktivität eine höhere User Centricity darstellen. Aber auch ihnen fehlen oft die Nachhaltigkeit und Vernetzung mit anderen relevanten Aktivitäten der Teilnehmer. So findet in der Regel keine Vorbereitung und Nachbereitung des Events statt. Das Matchmaking erfolgt nur über die Themen einzelner Sessions. Die Teilnehmer sind sich oft unbekannt und können auch wechselseitig ihre Herausforderungen und Kompetenzen nicht einschätzen. Der Anschluss eines Barcamps an die Probleme sowie Anforderungen der Nutzer und den Transfer in die Praxis sind gering. Von der kollaborativen Kompetenzentwicklung wird nur während des Barcamps profitiert, anschließend verliert sich die Community. Ist das alternativlos?

Warum werden nicht alle Teilnehmer eines Events schon vor dem Event Teil einer Community, die durch Vorfeldaktionen aus sich selbst wächst? Dabei profilieren sich die Teilnehmer mit ihren Kompetenzen und Herausforderungen. Sie bringen bereits Vorerfahrungen / Vorwissen aus anderen Kontexten als Content ein. Ein Matchmaking bringt auf dieser Basis komplementäre Kompetenzträger für die Sessions zusammen. Teilnehmer der Sessions organisieren mögliche Inhalte. Bereits im Vorfeld werden Themen kommuniziert, die auch nach der Veranstaltung in andere Kontexte einfließen. Soweit die Ausführungen von Winfried.

Beim Kölner NetzökonomieCamp am 21. und 22. November könnte man schon jetzt mit dem Themen-Management beginnen über virtuelle Formate und Debattenbeiträge. Man könnte konkrete Projekte identifizieren, Workshops auf die Beine stellen, Studien erarbeiten, Interviews führen und Kontakte mit Verbänden, Unternehmen, Initiativen, Blogs und Wissenschaftlern herstellen. Also nicht alles auf das zweitägige Barcamp im November reduzieren, sondern die Themen über das ganze Jahr angehen. Wie man das bewerkstelligen kann, sollten wir in den nächsten Wochen diskutieren. Ideen?

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